Heilkräuter - Gesundheit aus der Natur - Arnika
Vollbild
Vollbild schließen
Arnika

 

Arnica montana

Volksnamen: Bergwohlverleih, Feuerblume, Mutterblume, Wolferlei, Johannisblume, Kraftwurz, Ochsenwurz, Ochsenage, Wolfsblume, Fallkraut, Donnerblume, Engelkraut, Johannisblume, Magdalenenkraut, Wundkraut

Arnika - Arnica montana  
Die Arnika, deren leuchtend gelbe Blüten im Frühsommer jeden Naturfreund entzücken, hat unregelmäßige Korbblüten mit strahligem Blütenkranz. Sie ist eine ausdauernde Pflanze mit einem horizontal im Erdboden kriechenden Wurzelstock. Der krautige, derbe, behaarte Stängel kann eine Höhe bis 50 cm erreichen und entspringt einer Blattrosette, die dicht dem Erdboden anliegt. Am Stängel trägt die Pflanze ein bis zwei Paar kleinere Blätter und einen endständigen Blütenstand, unter dem sich in den Achseln des oberen Blattpaares meist zwei weitere Blütenanlagen befinden. Die gelben Blütenköpfchen sind von einem zweireihigen, kurz zottig behaarten Hüllkelch umgeben. Die Randblüten besitzen als wichtiges Erkennungsmerkmal 3 Zähnchen.

Bis Ende des 14. Jahrhunderts war die Arnika nur als Aphrodisiakum bekannt. 1613 erwähnte Tabernaemontanus die Arnika in der noch heute üblichen Anwendung bei Verletzungen.
Collin, ein Wiener Arzt des 18. Jahrhunderts rühmte die Pflanze als Fieber- und antiseptisches Mittel und wandte sie bei Lähmungen an.
In skandinavischen Ländern wurde die Pflanze als Würzmittel und Tabak verwendet.

Heute wird meist die Arnica chamissonis (Wiesenarnika) kultiviert angebaut, deren ursprüngliche Heimat Nordamerika ist.
Die Arnika wächst auf nicht oder nur wenig gedüngten Bergwiesen und in Heidekrautbeständen im Gebirge. Gelegentlich kommt sie auch im Flachland vor. Dort finden wir sie auf sandig, torfig-humosen Wiesenboden.

Von der geschützten Arnika wurden die Blütenköpfchen - gesammelt im Juni/Juli - zu Heilzwecken verwendet. Heute stehen medizinische Präparate in Drogerien und Apotheken zur Verfügung.


 
 
Wirkung:
Wirkstoffe:
appetitanregend, anregend, auswurffördernd, belebend, magensaftsekretionsfördernd, gallenausscheidungsfördernd
Ätherisches Öl, Flavonoide, Cholin, Procyanidine, Bitterstoffe, Helenalin



Zur Beachtung:

Arnika nur äußerlich oder in Absprache mit dem behandelnden Arzt verwenden, da bei innerlicher Anwendung Vergiftungserscheinungen auftreten können. Vergiftungserscheinungen können sein: Benommenheit, Schwindel, Atemnot und Herzjagen. In schweren Fällen kann es zum Herzkreislaufstillstand kommen.
Auch bei äußerlicher Anwendung sind Hautreizungen möglich.


 
 
    Schmetterling    
     
nach oben
     
Bärlauch