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Die in den Blattstiel verschmälerten Blätter des Beinwell sind lanzettlich und rauh behaart.
Von Mai bis August kann man die rot-violetten, manchmal auch schmutzig-weißen Blüten in den überhängenden Trauben sehen.
Beinwell kommt in ganz Europa, bevorzugt an feuchten Stellen an Waldrändern, Bachufern und Gräben, aber auch auf Wiesen und Äckern vor. Sammelgut ist die Wurzel in den Monaten März und April sowie Oktober und November.
Schon Paracelsus erläuterte die Heilwirkung der Beinwellwurzel und auch Glaukus, ein Militärarzt der alten Römer bereitete bei Knochenbrüchen, Blutergüssen und Quetschungen eine Wurzelbreiauflage zur Behandlung der Verletzungen. Bevor die toxische Wirkung der Alkaloide nachgewiesen wurde, verwendete man den Beinwell auch bei offenen, eiternden Wunden, bei Geschwüren und offenen Entzündungsherden.
Innerlich gebrauchte man einen aus der Wurzel bereiteten Tee gegen Beschwerden des Verdauungsapparates, bei Durchfall, Ruhr, Nieren- und Magenblutungen, aber auch bei Erkrankungen der Luftwege bis hin zu Rippenfell- und Lungenentzündung.
Die heilige Hildegard von Bingen heilte mit Beinwell Bauchfellrisse. Hierzu kochte sie das Kraut der Pflanze mit Sellerie in gutem Wein und legte die Pflanzen dann auf.
Wirkung: |
Wirkstoffe: |
zellbildend, gefäßerweiternd, wundheilend, schmerzstillend, abschwellend |
sehr viel Allantoin, Cholin, Gerbstoffe, Flavonoide, Schleim, Stärke, Pflanzensäuren und das Vitamin B12
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