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Ursprünglich stammt diese Kulturpflanze aus Südamerika, heute wird sie vor allem in Südfrankreich kultiviert, dort stellt man ein besonders wohlriechendes Öl aus dieser Pflanze her.
Schon bei den alten Griechen und den Römern stand die unscheinbare Pflanze in hohem Ansehen. Das Eisenkraut war Bestandteil von Reinigungsritualen und wurde von priesterlichen Diplomaten als schutzmagische Pflanze bei der Aushandlung von Verträgen getragen.
Eisenkraut gehörte zu den heiligen Pflanzen der Kelten und wurde der Venus geweiht.
In einem alten Kräuterbuch fand ich folgende Anwendungsempfehlung: "Eisenkrautblätter in weißem Wein gesotten und davon getrunken, treiben den Harn und den Stein. Eisenkraut wird auch gelobt zur Öffnung der Leber und Milz, weshalb das Pulver von den Blättern mit Erfolg wider die Wassersucht genommen wird. Eisenkraut in Wasser gesotten oder grün zerstoßen und aufgelegt, lindert hitzige Geschwulst und säubert unreine Wunden. Das ganze Kraut in Wein gekocht, heilt die Mundfäule und um sich fressende Halsgeschwäre."
Vom Eisenkraut berichtet Hildegard von Bingen: "Das Eisenkraut ist mehr kalt als warm, und wenn entweder infolge von Geschwüren oder von Würmern* fauliges Fleisch im Menschen ist, dann koche der Kranke Eisenkraut in Wasser und dann lege er ein leinenes Tuch auf die fauligen Wunden oder auf die fauligen Stellen mit den Würmern und lege das Eisenkraut, nach mäßigem Ausdrücken des Wassers, mäßig warm auf jenes leinerne Tuch, das du auf die fauligen Fleischstellen gelegt hast. Und nachdem es ausgetrocknet ist, lege auf die gleiche Weise wiederum anderes gekochtes Eisenkraut darauf, und tu dies so lange, bis jene Fäulnis weggenommen wird. Aber wenn jemand die Kehle aufschwillt, wärme er mäßig Eisenkraut in Wasser, und er lege es so mäßig warm auf seine Kehle und binde ein Tuch darüber, und dies tue er, bis die Schwellung erschwindet."
Zu medizinischen Zwecken wird das Eisenkraut während der Blüte in den Monaten Juni bis September gesammelt.
Wirkung: |
Wirkstoffe: |
wundheilend, durchfallwidrig, sekretfördernd, adstringierend, fiebersenkend, harntreibend, menstruationsfördernd, milchbildend |
Verbenalin (Glykosid), ätherisches Öl, Gerbstoffe, lösliche Kieselsäure,
Bitterstoffe, Schleim |
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