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Schon die vielen Volksnamen des Frauenmantels weisen darauf hin, dass diese Pflanze sehr stark mit religiösen Vorstellungen verbunden ist. Der Frauenmantel war bei den alten Germanen Frigga, der Göttin der Natur und Fruchtbarkeit, geweiht.
In einigen Gegenden werden zu Fronleichnam Kränze aus Frauenmantel zum schmücken des Herrgottswinkels verwendet.
Erstmals um 1485 erwähnt, hielt der Frauenmantel im 16. Jahrhundert endlich seinen Einzug in die Kräuterwerke der Zeit.
Der Schweizer Pfarrer Künzle schrieb über den Frauenmantel: "Zwei Drittel aller Frauenoperationen werden bei rechtzeitiger Anwendung dieses Heilkrautes völlig überflüssig."
Vor der französischen Revolution glaubte man noch fest daran, der Frauenmantel könne die verlorene Jungfräulichkeit wieder zurückbringen. (Es soll dir freigestellt sein, dies auszuprobieren, doch würde ich mich darauf nicht verlassen!)
Gesammelt wird das trockene blühende, nach Honig duftende Kraut ohne Wurzel oder nur die Blätter in den Monaten August bis Oktober. Unsere Großmütter sammelten den Frauenmantel von Mitte August bis zum 8. September bei abnehmenden Mond, wobei sie stets darauf achteten, das Kraut nicht mit dem Messer zu schneiden.
Wirkung: |
Wirkstoffe: |
spasmolytisch, adstringierend, beruhigend |
Gerbstoffe, Flavonoide, Harz, pflanzliches Öl, Lecithin, ein Saponin |
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