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Entgegen ihrem Namen gedeiht die Flechte nicht nur in Island sondern überall auf der nördlichen Halbkugel. Sie wächst auf buschigen Hängen, an Waldrändern oder Lichtungen, auf mageren Wiesen, in Gräben, Mooren und feuchten Äckern.
Im hohen Norden dient die Pflanze als Nahrungsmittel, sie wird am Feuer getrocknet, dann zerstoßen und als Grütze bereitet.
In Island wurde die Moosflechte erstmals als Heilpflanze verwendet. In der Volksmedizin wird die Droge seit dem 17. Jahrhundert gebraucht. Im Vordergrund stand dabei die Behandlung von Lungenleiden, wie Asthma, Lungentuberkulose und Keuchhusten.
Gesammelt wird von der Isländischen Moosflechte über das ganze Jahr hinweg der Thallus. Hierbei ist darauf zu achten, dass keine trockenen Flechten gesammelt werden, da diese meist schon abgestorben sind und nicht mehr über Heilkraft verfügen.
Wirkung: |
Wirkstoffe: |
kräftigend, entzündungshemmend, appetitanregend, schleimlösend, hustenreizlindernd, schwach antibiotisch, bakterizid, immunstimulierend |
Flechtensäuren, Cetrarin, wasserlösliches Polysaccharid, Schleimstoffe (bis zu 70 %), Bitterstoffe, Jod, Enzyme, Vitamine A, B1 und B12 |
Isländisches Moos bindet radioaktive Strahlung und war nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl verstrahlt.
Überdosierungen oder der Gebrauch über einen zu langen Zeitraum hinweg kann zu Reizungen des Magen-Darmkanals und zu Leberstörungen führen.
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