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Bereits im Altertum war das Johanniskraut aufgrund seiner vielseitigen Heilwirkung sehr beliebt. So erwähnten es Dioskurides, Plinius Secundus und Galenos. Auch Paracelsus empfahl das Kraut als wund- und blutreinigendes Heilkraut. Er gab der Pflanze den Namen: "Arnika der Nerven".
Das augenfälligste Merkmal des bis zu 70 cm hohen Krautes sind wohl seine leuchtend gelben Blüten, deren Oberfläche oft mit schwarzen Punkten oder Strichen und helleren Punkten versehen sind. Reibt man sie zwischen den Fingern, fließt ein blutroter Saft heraus und eben dieser Saft war seit altersher Anlass für eine Reihe mythischer Sagen und geheimnisvoller Anwendungen. So wurde berichtet, dass dieser rote Saft das Blut Christis sei, da das Johanniskraut unter seinem Kreuze einen Tropfen seines Blutes aufgefangen habe.
Die gegenständigen Blätter des Johanniskrauts sind von ovaler oder elliptischer Form und werden nach oben hin immer kleiner und schmäler. Im Gegenlicht zeigen sie zahrlreiche durchsichtige Drüsen.
Das Johanniskraut ist in Europa, vor allem aber in Mitteleuropa verbreitet. Es bevorzugt sonnige und trockene Plätze, so z.B. Trockenrasen, lichte Wälder, Wegränder, Berghänge und Mauern. Johanniskraut wächst auf Waldschlägen und an Waldrändern, auf sonnigen Heiden und auf Grasplätzen, aber auch entlang von Straßen.
Von der Pflanze wird von Johannis bis September, aber hauptsächlich im Juli das ganze blühende Kraut gesammelt.
Wirkung: |
Wirkstoffe: |
verdauungsfördernd, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, blutreinigend, schmerzstillend, zusammenziehend, krampf- und schleimlösend |
Gerb- und Bitterstoffe, ätherisches Öl, Kohlehydrate, Harz, Eiweiß, Pektin- und Myristinsäure, Hyperinrot, Hyperizin, Phytosterin, Stearin |
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