"Heilkräuter - Gesundheit aus der Natur - Kamille"
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Kamille

 

Matricaria chamomilla L.

Volksnamen: Apfelkraut, Drudenkraut, Echte Kamille, Feldkamille, Ganille, Gramillen, Haugenblume, Helmergen, Hermel, Hermelin, Herminzel, Kamelle, Kammerblume, Kornkamille, Kummerblume, Laugenblume, Mägdeblume, Mariamagdalenenkraut, Muskatblume, Mutterkraut, Romerei

Kamille - Matricaria chamomilla L. 
Wer kennt sie nicht, die Kamille. Dieser Korbblütler gehört zu den bekanntesten Heilkräutern unserer Breiten und wächst in Getreide-, Kartoffel- und Rübenfeldern, aber auch auf anspruchlosen Böden, wie Brachfeldern, Wegrainen und Angern.

Wir unterscheiden zwischen verschiedenen Kamillen-Arten, wobei die “Echte Kamille” und die “Römische Kamille” heilkräftig sind, die “Strahllose Kamille” verfügt ebenfalls noch, wenn auch in abgeschwächter Form über Heilwirkungen. Die “Stinkende Hundskamille”, die “Acker-Hundskamille” und die “Geruchlose Kamille” verfügen über keinerlei Heilkräfte.

Die Heilwirkung der Kamille hängt sehr stark vom Standort ab, am heilkräftigsten wird sie eingeschätzt, wenn sie auf Getreidefeldern wächst, da sie über den größten Gehalt an Kamillenöl verfügen soll.

Gesammelt werden von der Kamille die Blütenköpfe zur Blütenzeit zwischen Juni und August. Aber auch die Blütenknospen, die Fiederblätter und die obersten, zarten Stengelpartien sind verwertbar. Beim Sammeln, Trocknen und Aufbewahren von Kamille können sehr viele Fehler gemacht werden, die den Heilwert der Pflanze stark beeinträchtigen. Deshalb wird empfohlen, Kamille in der Apotheke zu kaufen.

Bereits in der Antike wurde Kamillenöl als Einreibung bei Neuralgien und Gliederreißen verwendet und bei den alten Ägyptern galt sie aufgrund ihrer fieber- und hitzedämpfenden Kraft als Blume des Sonnengottes.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erwähnte Hieronymus Bock die Kamille als das gebräuchliste Kraut in der Heilmedizin.
Viel später erzählte der schweizer Kräuterpfarrer und Naturarzt J. Künzle gern die Geschichte einer Frau, die man im Dorf die “Kamillenhexe” nannte. Sie soll fünf Schwerhörigen wieder zu Gehör verholfen haben, indem sie eine Meerzwiebel in Kamillenöl briet und dieses warme Öl öfter ins Ohr träufelte. Weiter wurde dieser kräuterkundigen Frau nachgesagt, sie hätte gelähmte Glieder durch Kamillenöl-Einreibungen wieder in Bewegung gebracht.

Die in der Volksheilkunde gewonnen Erkenntnisse über die Heilwirkung der Kamille wurden von der medizinischen Wissenschaft fast vollständig bestätigt.


 
 
Wirkung:
Wirkstoffe:
antibakteriell, antineuralgisch, beruhigend, blähungstreibend, entkrampfend, entspannend, entzündungshemmend, keimhemmend, keimtötend, schmerzstillend, verdauungsfördernd, wundheilend
ätherisches Öl, Flavonoide, Harz, Gummi, Schleimstoffe, Azulen, Bitterstoff, Wachs, Fett, organische Säuren



Zur Beachtung:

In seltenen Fällen kann es durch die Einnahme von Kamille zu allergischen Reaktionen kommen.

Bei Entzündungen der Augen sollte Kamille aufgrund möglicher Reizungen nicht zur Anwendung kommen.

Auch der Kamillentee ist nicht für den Dauergebrauch geeignet.


 
 
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Anwendung
 
Zubereitung
 
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