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Hildegard von Bingen schrieb: "Salbei ist nützlich gegen Schwachsäfte, weil Salbei trocken ist. Die Salbeiblätter sind nämlich roh und gekocht gegessen für den gut, den Schadsäfte plagen. ... Nimm auch Salbei und pulvere die Blätter und iß dieses Pulver mit Brot, und es vermindert den Überfluß an Schadsäften in dir. &nsp;... Wenn aber jemand an Schleimüberfluß zu viel hat oder wenn jemand übelriechenden Atem hat, dann koche er Salbei in Wein, seihe ab und trinke oft davon, und es schränkt die Schadsäfte und den Schleim in ihm ein. Hat aber einer, der an diesen Dingen leidet, zudem noch Rheuma, dann trinke er Salbei in Wasser gekocht. Das nimmt sogar das Rheumatische in diesem Menschen."
Der Salbei, der zu den Lippenblütengewächsen zählt, ist ein bis zu einem Meter hoher ausdauernder Halbstrauch, mit violett-blauen, selten weißen Lippenblüten, deren innere Blütenröhre mit einem Haarkranz versehen ist.
Der Stängel der Pflanze ist vierkantig und holzig. Die gegenständigen Blätter sind derb, länglich eiförmig, fein gekerbt und etwas runzelig. Die jungen Blätter sind, ebenso wie der Stängel weißfilzig.
Insgesamt kennen wir über 500 verschiedene Arten dieser Pflanze, der bei uns wildwachsende Salbei ist allerdings für Heilzwecke wenig geeignet.
Gesammelt werden die Salbeiblätter vor der Blüte im Mai/Juni.
Wirkung: |
Wirkstoffe: |
schweißregulierend, pilztötend, antibakteriell, schleimabführend, blutreinigend, entzündungswidrig, desinfizierend, krampflösend |
ätherische Öle, Harze, Campher, Gerbstoffe, Borneol, Bornlacetat, Salviol, Salven, Zineol, Kampfer, Bitterstoffe, Eiweiß, Stärke, Gummi, Kalziumoxalat, phosphorsaure Salze, |
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