Die Aloe ist ein sehr vielseitiges Heilkraut, das in Wüsten zu Hause ist.
Durch die fleischigen und dicken Blätter erinnert sie ein bißchen an eine Kaktee, jedoch gehört sie tatsächlich zu den Lilien.
Die Aloe ist bereits seit mehr als 6.000 Jahre für ihre heilende Wirkung bekannt.
Bei uns in Europa wird sie seit ca. 1900 für gesundheitlich Zwecke verwendet, und speziell seit dem neuen Jahrtausend erlebt sie einen richtigen Boom, sie wird mehr und mehr für kosmetische Artikel verwendet, man findet sie aber inzwischen auch in Lebensmitteln.
Man sollte wissen, daß man zwischen Aloe-Gel und Aloe-Harz unterscheiden muß. Das Gel ist eher sanft in seiner Wirkung, das Harz eher stark. Zudem unterscheiden sich das Gel und das Harz so sehr in ihren Eigenschaften, gerade so als wären es unterschiedliche Stoffe von unterschiedlichen Pflanzen.
Das Aloe-Gel, das in den Blättern der Aloe zu finden ist, hat eine vielfältige Wirkung, besonders gut wirkt es aber auf unsere Haut.
Man verwendet das Gel der Blätter und das Harz, das man aus dem gelben Saft der Aloe gewinnt.
Bei fertigen Produkten verwendet man zuweilen auch das gesamte Blatt der Aloe. Das bedeutet, daß man dann ebenfalls das Harz der Aloe zu sich nimmt, das abführend wirkt...
Anwendungsgebiete der Aloe in der Naturheilkunde
Frisches Gel äußerlich
Dieses frische Gel der Aloe kann man auf erkrankte und gereizte Hautstellen auftragen, es spendet zudem Feuchtigkeit und lindert Reizungen, es ist wirkt gegen Bakterien und hemmt Entzündungen. Auch bei einem Sonnenbrand hilft das Aloe-Gel wunderbar, da es eine gute kühlende Wirkung hat. Zudem hilft es gegen einen ständigen Juckreiz.
Bei Verletzungen und bei Wunden wirkt das Gel wundheilend, ebenfalls helfen kann es bei Akne und Pickeln.
Innerliche Anwendung des Aloe-Gels
Das Geld kann auch gegessen werden, z.B. pur oder in etwas Joghurt eingerührt. Auch hier wirkt es reizlindernd, zum Beispiel bei einem gereizten Magen, einem gereizten Darm oder bei Sodbrennen. Es soll auch den Blutzuckerspiegel senken helfen und deshalb bei Diabetes hilfreich sein. Es soll auch bei einem erhöhten Cholesterinspiegel hilfreich sein, es senkt den Triglycerin-Spiegel.
Aloe-Harz innerlich
Man kann aus dem gelben Saft der Aloe das Harz herstellen, das dann wie ein gelbes Pulver aussieht. Darin ist u.a. das Glykosid Aloin enthalten. Dieses Aloin ist sehr reizend, was man zum Beispiel gegen eine Verstopfung verwenden kann.
Aloin erhöht die Bewegungen des Darmes und erschwert die Rückgewinnung des Wassers im Darm. Deshalb kann die Nahrung besser durch den Darm wandern und einer Verstopfund wird vorgebeugt.
Vorsicht!
Das Harz nicht während der Schwangerschaft verwenden! Kann Wehen auslösen!
Geschichtliches um die Aloe vera
Schon in der Bibel findet die Aloe ihre Erwähnung, hier als Mittel zur Einbalsamierung.
Alexander der Große soll die wundheilenden Eigenschaften der Aloe seinen Kriegern empfohlen haben.
Dioskurides nannte die Aloe wundheilend und abführend.
Das Harz soll bei einigen Naturvölkern als Abtreibungsmittel verwendet worden sein.
Christoph Kolumbus soll auf seinen Schiffsreisen auch Aloe bei sich gehabt haben, um bei Verletzungen ein Heilmittel bei sich zu haben.
Die Aloe gelangte mit den spanischen Eroberern bis nach Amerika.