Eine Heilwirkung spricht man der Pflanze vor allem bei Frauenleiden zu. Sie wird bei einigen Unterleibsbeschwerden eingesetzt und wird bei einer unregelmäßigen Menstruation, gegen Eierstockschwäche und –entzündung, sowie bei einer Neigung zu Fehlgeburten verwendet.
Über den Frauenmantel sagte man, dass eine geburtserleichternde und geburtsfördernde Wirkung hat. Er wirkt auf den gesamten Organismus sehr ausgleichend. Außerdem sagte man ihm die Fähigkeit zu, die kleine und große Beckenmuskulatur bei Frauen zu stärken. Daher setzte man die Pflanze in der Volksheilkunde vor der Geburt über 6 Wochen als Kur ein. Frauenmantel ist außerdem ein wunderbares Wundkraut und wird daher auch nach der Entbindung zur äußerlichen und innerlichen Anwendung zur Heilung empfohlen. So soll der Uterus gereinigt werden und vielleicht entstandenen Verletzungen soll entgegengewirkt werden.
Die Pflanze wird auch als Zusatz zum Badewasser verwendet, da es sich als Mittel bewährt hat, um die Muskeln von Kleinkindern zu stärken.
Die Pflanze wirkt auch adstringierend und wird daher nach dem Zähneziehen zur Behandlung der Wunde angewandt. Außerdem setzt man sie bei äußeren und inneren Verletzungen ein, da sie blutstillend wirkt. Legt man die Blätter frisch auf die schmerzende Entzündung und Schwellung, so lindern sie die Schmerzen und beschleunigen die Heilung.
Frauenmantel wird bei einer Erkrankung der Schilddrüse und bei Zuckerkrankheit verwendet, da er die Drüsentätigkeit anregt.
Noch heute wird die Pflanze in der Volksheilkunde bei Arterienverkalkung, Wassersucht und Blutarmut verwendet. Bei Gicht und Rheuma hat sie eine unterstützende Wirkung.
Außerdem kann sie bei Darmstörungen und einem verdorbenen Magen helfen.