Heilkräuter - Heilpflanzen

 
 
 

 

Glossar

 

Nachstehend finden Sie kurze Erklärungen zu häufig immer wieder auftauchenden Begriffen, die auf dieser Website vorkommen, und die Ihnen vielleicht nicht ganz so geläufig sind.


  • Allantoin
    Allantoin ist ein weisses, kristallines, praktisch geruchloses Pulver.
    Es begünstigt die Zellvermehrung und den Gewebsaufbau und sorgt für eine rasche Granulation der behandelten Flächen. Es besitzt eine entzündungshemmende Wirkung und beschleunigt zugleich die Wundheilung mit einer nicht nur heilenden, sondern auch entgiftenden Wirkung.


  • Ameisensäure (siehe auch unter: Pflanzensäure)
    Ameisensäure ist ein Konservierungsstoff und dient als
    Antirheumatikum. Sie kommt in Brennesseln und Tannennadeln vor und ist das Giftsekret von Ameisen und Laufkäfern.

  • Ätherische Öle
    Ätherische Öle sind Gemische aus leicht flüchtigen
    Pflanzeninhaltsstoffe, die der Pflanze ihren charakteristischen Geruch geben.
    Die Wirkung der ätherischen Öle ist sehr vielfältig. Viele wirken desinfizierend. Auf die Haut aufgebracht, sorgen die meisten ätherischen Öle für eine vermehrte Durchblutung. Dies wird in vielen "Rheumasalben" genutzt. Ätherische Öle kommen in fast allen Pflanzen vor, aber nur einige wie Kamille, Pfefferminze oder Fichte enthalten sie in größeren Mengen.


  • Biokatalysatoren
    Biokatalysatoren beschleunigen die biochemische Reaktionen wie z.B. die Verbrennung von Glucose.



  • Bitterstoffe
    Bitterstoffe sind eine Gruppe von sehr unterschiedlichen chemischen Verbindungen, die alle bitter schmecken.
    Durch den bitteren Geschmack werden aufgrund eines angeborenen Reflexes vermehrt Speichel, Magensaft, Galle und Bauchspeichel ausgeschüttet und damit die Verdauung angeregt.

  • Calcium
    Calcium ist notwendig für den Aufbau von Knochen, Zähnen und Gaumen und verhindert die Einlagerung von Blei. Es hilft bei der Regulation des Herzrythmus und beim Transport der Nervenimpulse. Calcium erniedrigt den Cholesterinspiegel und beugt u.a. Darmkrebs und
    Herzkreislauferkrankungen vor.


  • Chlorophyll
    Mit Chlorophyll wird der grüne Farbstoff von Pflanzen bezeichnet. Der Chlorophyllgehalt in Heilpflanzen kann sich günstig auf die Blutbildung auswirken. Auch bei anderen Krankheiten beeinflusst Chlorophyll den Krankeitsverlauf, so z.B. bei Sinusitis, Eiterfluss oder Bauchfellentzündungen.

  • Cholin
    Cholin gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist vorwiegend in Eigelb, Leber, Bierhefe und Weizenkeim enthalten.
    Cholin sorgt in der Leber und anderswo für die Verarbeitung, das Verflüssigen und den Transport von Fettmolekülen. Ohne Cholin kommt es in der Leber zu gefährlichen Anhäufungen von Fett, der Fettleber, weil
    Fettmoleküle weder verarbeitet noch abtransportiert werden können.

  • Eisen
    Eisen ist ein Bestandteil des Blutfarbstoffs. Es wird aus dem Nahrungsbrei durch die Darmwand ins Blut aufgenommen und zu Knochenmark, Leber und Milz transportiert. Dort bleibt es gespeichert, bis es zur Bildung von Blutfarbstoff benötigt wird.


  • Flavonoide
    Flavonoide ist eine Gruppe meist gelb gefärbter Pflanzenstoffe, die z.B. in Birkenblättern und Holunderblüten enthalten sind. Sie wirken unter anderem erweiternd auf die Nierengefäße und steigern damit die
    Harnausscheidung.

  • Fructosane
    Fructosane gehören wie Zucker und Stärke zu den Kohlehydraten.

  • Furanocumarine
    Furanocumarine haben eine stark photosensibilisierende Eigenschaft auf die Haut. Furanocumarine werden z.T. zur Behandlung von bestimmten Pigmentanomalien oder der Schuppenflechte verwendet.

  • Gallussäure
    Gallussäure wirkt zusammenziehend, schmeckt etwas säuerlich, ist in Wasser sehr leicht löslich und bildet seidenglänzende, feine Nadeln.
    Sie kann z.B. zum Stillen von äußerlichen Blutungen verwendet werden.

  • Gerbstoffe
    Gerbstoffe bilden mit den in der Haut enthaltenen Eiweißen unlösliche Eiweißverbindungen und somit eine Schutzschicht für das darunterliegende Gewebe: Die Nerven werden unempfindlicher, der Quellzustand von Haut und Schleimhaut wird herabgesetzt, das Gewebe zieht sich zusammen und die Durchblutung wird vermindert. Infolge der Gerbwirkung kommt es zu einer Hemmung des Bakterienwachstums.
    Gerbstoffe werden deshalb vor allem bei Entzündungen, Wunden und Hautpilzen eingesetzt.

  • Helenalin
    Das Helenalin ist ein sehr wirksamer, kein Kortison enthaltender, natürlicher Entzündungshemmer.

  • Histamin
    Histamin ruft beim Menschen eine Senkung des Blutdrucks, Erweiterung der Kapillaren, Erregung der glatten Muskulatur und Verstärkung der Magensaftabscheidung hervor.

  • Inulin
    Inulin ist ein Mehrfachzucker und zählt zu den pflanzlichen
    Speicherkohlenhydraten.

  • Kalium
    Kalium ist zusammen mit Natrium für den Wasserhaushalt des Körpers sowie für die Weiterleitung von Impulsen in den Nerven- und Muskelzellen verantwortlich. Kalium ist im Körper wichtig für den Wasser- und Elektrolythaushalt, die Reizübertragung an Muskeln und Nervenzellen, z.B. am Herzmuskel und den Eiweißstoffwechsel.

  • Kieselsäure
    Kieselsäure ist im menschlichen Körper in allen Bindegeweben
    enthalten. Ein Mangel an Kieselsäure führt zu brüchigen Nägeln und Haaren sowie zu mangelerscheinungen der Haut und des Bindegewebes.

  • Lecithin
    Lecithin zählt zu den Lipoiden, also den fettähnlichen Verbindungen und wirkt emulgierend. Lecitihn kann die positiven Anteile des Cholesterins im Körper, das sogenannte schützende HDL-Cholesterin anheben, und gleichzeitig das schädliche LDL-Cholesterin senken.

  • Magnesium
    Magnesium ist im menschlichen Körper für die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven zuständig und als wichtiger Mineralstoff am Aufbau der Knochen und Zähne beteiligt.

  • Mineralien
    Zu den wichtigsten Mineralstoffen gehören: Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Schwefel und Chlor.

  • Natrium
    Natrium übernimmt im menschlichen Körper die Regulation der
    Gewebsspannung. Es ist ebenso wie Magnesium wichtig für die
    Erregbarkeit von Muskeln und Nerven, außerdem für die Balance des Wasserhaushalts in Blut und Gewebe.

  • Pektin
    Pektin ist ein hochmolekularer Pflanzenstoff (Kohlenhydrat) mit gelbildenden Eigenschaften der in Früchten, Wurzeln und Blätteren vorkommt. Pektin ist ein natürlicher Bestandteil von pflanzlichen
    Zellwänden und entsprechend weit verbreitet.

  • Pflanzensäuren
    Pflanzensäuren sind für den Stoffwechsel sehr wichtig.Sie haben eine große Bedeutung für die Entwicklung des Muskelgewebes. Die Pflanzensäuren spalten sich im Körper durch Verbrennung zu Wasser und Kohlensäure. Die Kohlensäure wird mit den Alkalien verbunden und dann
    durch den Harn ausgeschieden.
    Die wichtigsten Pflanzensäuren sind: Ameisensäure, Apfelsäure, Baldriansäure, Bernsteinsäure, Chinasäure, Essigsäure, Gerbsäuren, Oxalsäure, Salicylsäure, Weinsäure und Zitronensäure.

  • Phosphor
    Phosphor ist ein Bestandteil von energieübertragenden Enzymen und der Zellkerne. Es ist wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen.

  • Procyanidine
    Procyanidine gehören in die Klasse der Flavonoide und beeinflussen die Durchblutung der Koronargefäße.

  • Saponin
    Saponine wirken schleimlösend, drüsensekretionsanregend,
    wassertreibend und brechreizerregend. Sie steigern die Resorption anderer Wirkstoffe.

  • Schleimstoffe
    Schleimstoffe sind Kohlenhydrate, die der Pflanze zum einen als Energiereserve dienen, und andererseits als Wasserspeicher fungieren, da sie sehr viel Wasser aufnehmen können. Sie haben dadurch eine erweichende, reizmindernde, aber auch abführende Wirkung und werden bei Entzündungen von Schleimhäuten, Halsschmerzen, Magen-Darm-Katharren und manchen Wunden eingesetzt.

  • Sekretin
    Sekretin ist ein Hormon, welches über den Dünndarm in das Blut gelangt und in die Bauchspeicheldrüse gespült wird. Dort bewirkt es die Bildung eines stark alkalischen und enzymarmen Sekrets. Auch die Galleproduktion wird durch Sekretin angeregt.

  • Stärke
    Stärke ist ein von Pflanzen gebildetes Kohlenhydrat (Polysaccharid), das in den Wurzeln, Knollen und Samen gespeichert wird.

  • Tannin
    Gerbstoffe werden in der Medizin auch als Tannine bezeichnet.

  • Verbenalin
    Verbenalin ist ein pflanzliches Hormon.

  • Vitamin A
    Das Vitamin A ist unentbehrlich für die normale Beschaffenheit und Funktion der Haut und der Schleimhaut. Es hemmt die Schilddrüsenfunktion, schützt die Leber und hat Einfluss auf das Körperwachstum.

  • Vitamin B12
    Vitamin B12 ist im Körper wichtig für die Bildung der roten
    Blutkörperchen und für die Funktion des Nervensystems.



Thema: Heilpflanzen

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