Nach dem Abtauen des Schnees wachsen aus der Erde stets gelbe zarte Blütenköpfe, die nach Honig duften, auf schuppigen weißfilzigen Blütenschäften. Dies kann als erstes Anzeichen des Frühlings verstanden werden.
Huflattich zählt zur Gruppe der Korbblütler. Sie wächst auf lehmiger, feuchter und toniger Erde. So ist sie an Straßen-, Acker- und Wegrändern, sowie auf Schutthalden und an sonnigen Teilen von Böschungen zu finden.
Zuerst wird stets die Blüte der Pflanze sichtbar, die grob gezähnten Blätter kommen erst lange danach. Sie sind ungefähr handtellergroß und ihre Form erinnert an ein Herz oder Huf. Die Unterseite der Blätter ist behaart und weißfilzig, wohingegen die Oberseite dunkelgrün ist.
Die Blüten und Blätter des Huflattich sind für Heilzwecke verwendbar. Die Blätter sammelt man im Mai bis zur ersten Junihälfte, die Blüten noch nicht vollständig entfaltet in den Monaten von Februar bis April.
Vermutlich ist die Pflanze das älteste aller Heilmittel überhaupt. Plinius lobte schon im 1. Jahrhundert nach Christi, dass die Pflanze heilend gegen Husten wirkt. Hippokrates riet dazu eine Abkochung anzuwenden, um damit Eitergeschwüre zu erweichen. Seine Nachfolger und Schüler empfohlen gegen Husten die Blätter zu rauchen und ordneten die Wurzel bei auszehrenden Erkrankungen an.