Der Wirkstoff Polysaccharid hat eine reizmildernde Wirkung, die Flechtsäuren haben eine antibiotische Wirksamkeit. Daher wird die Flechte bei Reizungen der Schleimhaut, bei Entzündungen im Rachen- und Mundraum, sowie bei damit zusammenhängendem Reizhusten angewandt.
Der Absud der Flechte hat laut Graupner eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Tuberkelbazillen. Außerdem riet Hufeland bei Lungentuberkulose zum Isländischen Moos, weil die Pflanze belebende Eigenschaften hat und der Tee den Schleim in der Lunge löst. Die Flechte wird zudem bei Entzündungen im Darm- und Magenbereich angewandt (z.B. Magenschleimhautentzündung), sowie wegen dem Aufkommen der bitteren Flechtsäuren um den Appetit bei körperlicher Schwäche und chronischer Abmagerung anzuregen. Außerdem lindert die Pflanze Bronchitis, Katarrhe der Atemwege, sowie Keuchhusten.
Die Flechte kann auch bei Blutungen verschiedenster Art, Blasenentzündung, Durchfall, sowie als Anregungsmittel angewandt werden. Verwendet man das Isländische Moos zum Gurgeln, so werden bei entzündeten Mandeln die Halsschmerzen gelindert.
Die Volksheilkunde verwendet den Tee aus der Isländischen Moosflechte gegen Akne. Hierfür müssen pro Tag 3 Tassen getrunken werden und zwar über einen längeren Zeitraum.
Zudem kann man den Tee bei allen Arten von Erschöpfungszuständen trinken, wie z.B. nach Blutverlust oder nach schweren Krankheiten.
Außerdem normalisiert die Pflanze die Gallensekretion und wirkt ausgleichend auf die Magensäure.
Isländisches Moos wird auch bei Blutarmut angewandt, da der Wirkstoff Cetrarin im richtigen Verhältnis die Vermehrung von Blutkörperchen anregt.
In der Volksheilkunde wurde die Pflanze oft verwendet um den Milchfluss stillender Mütter zu verbessern. Dies galt aber nur, wenn die Brustwarzen und Brüste nicht entzündet waren.
Die Schweizer verwenden das zuvor getrocknete Pulver aus der Pflanze als Wundstreupulver.