Die Pflanze ist nach wie vor zur Wundheilung sehr beliebt. Besonders wird zur Verwendung von Johanniskrautöl bei frischen und blutenden Wunden, bei Blutergüssen, bei Brandwunden, bei Geschwülsten und bei Muskelverletzungen geraten. Außerdem wird es als Einreibung bei Sonnenbrand und als Pflegemittel für die Haut bei trockener, unreiner oder schuppiger Haut verwendet.
In der Volksheilkunde wurde das Johanniskrautöl über eine lange Zeit als schmerzloses Wurmmittel eingesetzt. In diesem Fall nahm man das Öl teelöffelweise zu sich.
Nach wie vor verwendet man das Öl zur Einreibung bei Rheuma, Hexenschuss und Gichtschmerzen, zudem bei Rückenschmerzen und Verrenkungen.
Innerlich angewendet wird das Öl bei Darmentzündung, Bauchschmerzen und Koliken. In diesem Fall nimmt man 10 bis 15 Tropfen des Öls auf einen halben Teelöffel Wasser zu sich. Zu einer innerlichen Anwendung wird durch die Volksmedizin außerdem bei Lungenverschleimungen und Bettnässen geraten.
Johanneskrauttee kann auch bei Kopfschmerzen, Magenschleimhautkatarrhen, Nervenschwäche, Lungenverschleimung und Gelbsucht getrunken werden. Er wird dieser Tage außerdem häufig bei Schlaflosigkeit, nervösem Herzleiden und geistiger Überanstrengung angewendet.
In der Volksheilkunde heißt es, dass der Johanniskrauttee ein wunderbares Mittel gegen Frauenbeschwerden ist. Er findet daher bei Menstruationsbeschwerden, Entzündungen der Gebärmutterinnenwand und Gebärmutterkrämpfen mit Mistel gemischt Anwendung.
Im Falle einer Trigeminusneuralgie kann sowohl der Tee getrunken werden, als auch eine äußerliche Anwendung, das Einreiben mit Johanniskrautöl, vorgenommen werden.
Diesem Öl wird auch zugesprochen, dass es nach Operationen gegen Narbenschmerzen helfen soll. Hierfür soll man einen Wattebausch in Johanniskrautöl tränken und auf die Narbe legen.
In der Volksmedizin wird Johanneskraut auch gegen Seitenstechen angewendet. Hierfür das trockene gepulverte Kraut mit etwas Salz vermischen.
Die Johanniskrauttinktur soll sehr wirksam sein bei rheumatischen Beschwerden und gegen Gliederzittern bei älteren Menschen.